Achtsamkeit im Beruf: Bereicherung oder zusätzliche Last?

Mit dem Begriff der Achtsamkeit ist zunächst eine besondere Form der Aufmerksamkeit in einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand gemeint. Der Lehre Buddhas zufolge soll die Haltung der Achtsamkeit ein Weg sein, dem Leiden zu begegnen und es zu mindern. Das klingt natürlich für den normalen Berufsalltag recht hoch gegriffen. Leiden wir also unter unserem Beruf oder in Teilen unseres Berufes, brauchen wir nur achtsam zu sein, und unser Leiden wird gemindert. Das könnte man daraus schlussfolgern. Aber ist es wirklich so einfach? Unser beruflicher Alltag besteht weitgehend aus automatisierten Tätigkeiten. Wir bekommen eine Aufgabe, wir bringen in Erfahrung, was wir dafür tun müssen, und wir bewältigen sie mehr oder weniger unbewusst. Die erste Übung in der Haltung der Achtsamkeit wäre also, aus den Automatismen heraus zurück zu mehr Bewusstheit zu gelangen. Der Weg dorthin ist denkbar einfach: Ich verankere mich in der Gegenwart durch das Fühlen des Atems. Immer,
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Thomas Sattelberger über Transformation: „Ich halte nicht die Klappe“

Bei aller Fortentwicklung und Differenzierung der Personalentwicklung hat mich mein uraltes Thema aus frühen APO-Zeiten und Daimler-Erfahrungen nie losgelassen. Das lautete wie gesagt: Emanzipation, Freiheit und dann Selbststeuerung, gekoppelt mit dem Erzielen von Selbstbewusstheit und Mündigkeit – eben: »Life-Styling«. So wie ich es auch später wieder, 1997, in einem Beitrag für die »European Foundation for Management Development« (EFMD) mit dem Titel Liberating Talent schrieb. Das könnte man mit »Befreiung des Talents« oder im wahrsten Wortsinne mit »Entfesselung von Talent« übersetzen. Damit meine ich, dass selbstbewusste, unternehmerische Persönlichkeiten ihre berufliche Entwicklung selbst in die Hand nehmen müssen und es auch dürfen sollten. Das ist keine Quadratur des Kreises, sondern ein Ideal, von dem ich mich trotz aller Irrungen und Wendungen immer leiten ließ. Als eine Art Fixstern, der mir half und hilft, mich in meiner Arbeit zu justieren; stets gelei
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Harte Treffer: Was Arbeitslose (noch) alles einstecken müssen

Was kann man nun aber tun, um die Situation zu verbessern, wenn sich überall beste Mühe gegeben wird, die Vorstellung des heruntergekommenen Hartzers aufrechtzuerhalten? Die Initiative der Bundesagentur für Arbeit „Das bringt mich weiter“ hat einen Spot veröffentlicht, der auf derartige Probleme aufmerksam machen soll. Dieser zeigt Google-Suchanfragen nach Begriffen wie „Hartz IV-Empfänger“ und „Langzeitarbeitslose“ – mit erschreckenden Ergebnissen. So werden diese als „faul“, „Schmarotzer“ und „Asis“ bezeichnet. Auch aus der Luft gegriffene Fakten wie „Arbeitslose sind häufiger krank und sterben früher“ scheinen fest in den Köpfen verankert zu sein. Seit Einführung der Hartz IV-Reform vor zehn Jahren haben Arbeitslose mit ihrem schlechten Ruf zu kämpfen. Und das, obwohl mehrere Studien das Bild des faulen Schnorrers widerlegen. Erst 2014 veröffentlichte die Universität Bochum eine Bilanz, nach der es keinen Unterschied zwischen Vollzeitbesc
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Märtyrer: Religiöser Fanatismus im Klassenzimmer

Seit den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 haben sich die Fronten zwischen säkularer und religiöser Weltanschauung erneut verschärft. In der westlichen Welt leidet besonders der Islam unter dem Verdacht der Radikalität. Was aber, wenn ein junger Mensch im christlichen Glauben seinen Wegweiser sieht und diesen ernster nimmt als seiner Umwelt lieb ist? Benjamin Südel verweigert den Schwimmunterricht – aus religiösen Gründen. Seine Mutter kann das nicht ganz ernst nehmen und vermutet, dass Drogen dahinterstecken. Doch sein Bekenntnis zum Christentum untermauert Benjamin durch situationsbezogene Bibelzitate. In der Schule provoziert er mit den dazugehörigen Handlungen: Im Sexualkundeunterricht zieht er sich aus, und in Biologie kommentiert er die Evolutionstheorie im Affenkostüm. Die Auseinandersetzung mit seiner Lehrerin Frau Roth endet immer wieder mit der Vorladung beim Schuldirektor, der Benjamins Verhalten als pubertäre Launen abtut. Einzig Frau Roth ist ernst
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Wir sind das Kapital: Kreativität, der unbegrenzte Rohstoff

Zum Thema Kreativität: ≫Unser wahres Analphabetentum ist das Unvermögen, schöpferisch tätig zu sein≪, sagt der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser. Unsere Vorstellungskraft, unsere Ideen, die Kombination von Gedanken sind unbegrenzt. Bislang gibt es keinen Beleg dafür, dass unserer Kreativität Grenzen gesetzt sind. Wir wissen nicht wirklich, was menschlicher Geist tatsächlich vermag. In einzelnen, kurzen Abschnitten der Weltgeschichte konnte man es vielleicht erahnen. Im ≫Goldenen Zeitalter≪ Athens im fünften Jahrhundert vor Christus etwa, dem wir die Einführung der Demokratie, drei der größten Dichter und zwei der größten Philosophen aller Zeiten verdanken. Oder in der Epoche der Renaissance, als in Europa ein alle Lebensbereiche und alle Künste umfassender Aufbruch gelang. Unsere Kreativität führt dazu, dass unser Wissen an Umfang zunimmt, wenn man es mit anderen teilt. Anders als konventionelle Waren wird Wissen nicht verbraucht. Daher d
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