Coaching – ABC (2/3): Es ist kompliziert? Beschleunigung vs. Erschöpfung

Coaching in beruflichen Zusammenhängen findet immer in einem Kontext statt. Der Klient bewegt sich in einem komplexen, sozialen und offenen System. Komplexe Systeme unterliegen anderen Regeln als komplizierte Systeme. Komplizierte Sachverhalte sind durch einen mechanistischen Denkstil beherrschbar und beruhen auf Ursache-Wirkungs-Konstellationen. Dieser Denkstil ist hilfreich, wenn es um die Konstruktion hochkomplizierter Produkte, wie beispielsweise Autos mit gut 3 000 Bauteilen, um Kaffeevollautomaten oder Computertomografen geht. Er ist nicht mehr adäquat, wenn es darum geht, komplexe Zusammenhänge zu erfassen und sich darin angemessen zu verhalten. Komplexität wird in einem sozialen System wie einem Unternehmen durch Akteure erzeugt, die in vielfältigen Beziehungen und Konstellationen miteinander kommunizieren. Die Art der Kommunikation innerhalb der Systemregeln erzeugt Verhalten. Es sind also die Regeln des Systems, die ein bestimmtes Verhalten zur Folge haben. Sie wirken
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Coaching – ABC (1/3): Du schaffst das! Stress vs. Resilienz

Der Coachingsprozess folgt der Vorstellung und dem Grundverständnis eines gesunden Menschen, dessen Dasein mit Sinn erfüllt ist, der sich selbst motivieren und seine Stimmung regulieren kann. Er ist im Einklang mit  sich. Kopf (analytisches Denken), Herz (Gefühl für das, was bedeutsam und wichtig ist) und Hand (eigene Handlungsmöglichkeiten) stimmen überein. Coaching soll den Coachee dabei unterstützen, motiviert und engagiert die hohen Anforderungen zu meistern, die ihm eine komplexe Arbeitswelt auferlegt. Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um diesen Aufgaben gewachsen zu sein, um leistungsfähig und gesund zu bleiben? Die Definition der WHO, was Gesundheit ist, bietet auch für das Coaching ein hilfreiches  Grundverständnis. Dazu 10 Punkte: Aaron Antonovsky widmete seine Forschungsarbeiten den Bedingungen, die Gesundheit erzeugen. Nicht das, was krank macht, interessierte ihn, sondern das, was gesund und leistungsfähig erhält. Der Kernbegriff seiner Arbeit
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Twitter: Per Anhalter durchs Twitterversum

Schon drin? Bei mir ist es jetzt sieben Jahre her, dass ich in diese neue Welt eingetaucht bin, ohne dass ich mir jemals hätte vorstellen können, wie viel Neues sich für mein berufliches und persönliches Leben daraus entwickeln wird. Es begann 2005 auf einer Plattform, die man heute gar nicht als Social Media bezeichnen würde. Ich lernte meine Frau in einem anonymen Forum kennen. Ob Sie es glauben oder nicht: Wir verliebten uns virtuell und verwendeten bis zu unserem Zusammenleben (ich komme ursprünglich aus Düsseldorf) das soziale Netzwerk XING (ehemals openBC) dazu, unsere Kommunikation über 1000 Kilometer hinweg aufrechtzuerhalten und ein gemeinsames Netzwerk in meiner neuen Heimat Wien aufzubauen. Hätte ich mich nicht neugierig und beinahe zufällig für eine bestimmte Antwort meiner Frau interessiert, wäre ich weder Vater (persönlich) noch Social Media Coach und Berater (beruflich) geworden. Außerdem würden Sie dieses Buch, es ist mein zweites, nicht in den Händen h
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Individualität vs. Kollektiv: Es lebe die #Freiheit!

So tragisch der Anlass auch sein mag: die islamistischen Terroranschläge in Paris, die Morde an den Mitarbeitern der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo und insbesondere die jüngsten grauenhaften Attentate am vergangenen Freitag zwingen uns wieder einmal, uns der grundlegenden Errungenschaften der liberalen Demokratie zu vergewissern, und genau hinzuschauen, wo und in welcher Weise unsere mühsam erkämpften Freiheiten und der Kanon westlicher Werte bedroht sind. Denn explosiver Hass schlägt dem Westen entgegen. Der Terror des „politischen Islam“ und seine totalitäre Ideologie haben seit dem Massaker in New York am 11. September 2001 inzwischen längst die Hauptstädte Europas erreicht. Gehasst wird der Geist des Westens, wie er in Wissenschaft und Vernunft zum Ausdruck kommt, und sein Lebensstil. Gebrandmarkt wird sein Individualismus, sein Materialismus und Hedonismus, die Sexualität und ihr Urbild, der weibliche Körper. Besonders dem Gottlosen gilt der Hass, er soll
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Wirtschaftsethik statt Exzesse: Ypsiloner an der Business School

Sie studieren im dritten Semester „General Management“ an der EBS (European Business School) in Oestrich-Winkel, Ole Bick und Felix Fastrich. Wir haben die BWL-Studenten zum Thema Wirtschaftsethik interviewt. Karriere-Einsichten: Was bedeutet Wirtschaftsethik für Sie als angehende Entscheider, zentral oder (wieder/immer noch) „nice to have“ als Haken am Curriculum? Bick/ Fastrich: Die aktuelle Krise bei Volkswagen zeigt, welche Folgen mangelnde Ethik in der Wirtschaft für ein Unternehmen, deren Anteilseigner, Konsumenten, Beschäftigte und gar das Image des Siegels „Made in Germany“ haben kann. Eine ethisch korrekte und nachhaltige Denk- und Handlungsweise hätte dieser Krise zumindest theoretisch vorbeugen bzw. diese gar verhindern können. Stattdessen scheinen Gier und der wohl wissentlich in Kauf genommene Gesetzesbruch die Leitlinien an zentralen Stellen gewesen zu sein, was letztlich zum Systemversagen geführt hat. Karriere-Einsichten: Auch in anderen Bere
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