Im folgenden lernen Sie zehn Gebote für wichtige Ziele kennen. Zusammen genommen sind sie wie das Handwerkszeug, das Sie beherrschen sollten, um kraftvolle Ziele zu haben. Die zehn Gebote stellen eine einfache, praktische und verlässliche Methode dar. In den folgenden Abschnitten erkläre ich jedes einzelne »Gebot« noch genauer.

Erstes Gebot: Schreibe deine Ziele auf!

Zweites Gebot: Wisse den Preis jedes Ziels!

Drittes Gebot: Lege den Zeitpunkt fest!

Viertes Gebot: Formuliere in der Gegenwartsform!

Fünftes Gebot: Schaue auf das Machbare und bleibe dir treu!

Sechstes Gebot: Formuliere positiv und motivierend!

Siebtes Gebot: Sorge für Prüf- und Messbarkeit!

Achtes Gebot: Plane konkret und genau!

Neuntes Gebot: Denke groß!

Zehntes Gebot: Habe ein klares Bild!

Zum ersten Gebot »Schreibe deine Ziele auf!«
Müssen Ziele wirklich immer schriftlich fixiert werden? Reicht es nicht, wenn wir unsere Ziele im Kopf haben? Nicht umsonst heißt es: »Wer schreibt, der bleibt.« Was aufgeschrieben wird, entfaltet eine ganz andere Kraft als ein bloßer Gedanke. Die Harvard Universität in den USA hat einmal über zehn Jahre den Werdegang ihrer Studienabgänger untersucht. Das verblüffende Ergebnis: Nur 14 Prozent der Absolventen setzten sich klare Karriereziele. Sie verdienten nach zehn Jahren im Durchschnitt dreimal so viel wie die 83 Prozent ohne klare Ziele. Die verbleibenden drei Prozent hatten jedoch nicht nur klare Ziele, sondern diese auch schriftlich fixiert. Sie verdienten nach zehn Jahren zehnmal so viel wie die 83 Prozent ohne Ziele!

Zum zweiten Gebot »Wisse den Preis jedes Ziels!«
Schon in der Bibel steht: »Wenn jemand von euch ein Haus bauen will, setzt er sich doch vorher hin und überschlägt die Kosten, um zu sehen, ob sein Geld dafür reicht.« (Lukas 14, 28). Ziele sind Träume mit einem Preis und einem Termin. Wünsche haben wir immer viele. Aber nur die Wünsche, für die wir den Preis zu zahlen bereit sind, können zu Zielen werden. .

Zum dritten Gebot: »Lege den Zeitpunkt fest!«
Ziele haben nicht nur einen Preis, sondern auch einen Termin. Sobald ein Zeitpunkt für ein Ziel fest steht, bekommt die Sache auf einmal eine Dynamik. Vielleicht kennen Sie das auch: Wenn Sie in drei Wochen in den Urlaub gehen, dann erledigen Sie alles, was bis dahin noch geschafft werden muss, besonders zügig und effektiv. Termine und Fristen sind für ein erfolgreiches Leben extrem wichtig. Wer ewig Zeit hat, der braucht auch ewig! Viele Menschen setzen sich keine Fristen, weil sie sich Enttäuschungen ersparen wollen. Das ist der falsche Weg. Haben Sie einmal eine selbst gesetzte Frist verstreichen lassen, dann setzen Sie sich einfach eine neue!

Zum vierten Gebot »Formuliere in der Gegenwartsform!«
Wenn Sie aufschreiben »Ich werde mehr Geld verdienen«, dann versteht Ihr Unterbewusstsein genau das: Irgendwann in der Zukunft werden Sie mehr verdienen. Das Resultat kommt immer morgen – und Sie sind niemals heute reich. Formulieren Sie deshalb jedes Ziel in der Gegenwartsform. Schreiben Sie: »Ich verdiene das doppelte wie vor drei Jahren.« In der Gegenwartsform versetzen Sie sich emotional bereits in die gewünschte Situation. Es fühlt sich an, als hätten Sie Ihr Ziel bereits erreicht.

Zum fünften Gebot: »Schaue auf das Machbare und bleibe dir treu!«
Hier sind Ihre Ressourcen gemeint. Prüfen Sie deshalb, ob Ihre Ziele mit Ihren Ressourcen übereinstimmen. Denn sonst erzeugen Sie einen inneren Widerspruch und erreichen Ihre Ziele trotz großer Anstrengungen wahrscheinlich nicht. Wenn Ihre Ziele jedoch mit Ihren Ressourcen übereinstimmen, dann erreichen Sie diese oft mit Leichtigkeit. Sie fühlen sich niemals überfordert, sondern genau im richtigen Maß herausgefordert. Sich auf das Machbare zu konzentrieren bedeutet auch, nicht auf Wunder zu hoffen. Wunder mag es geben, doch als Ziel können wir uns nur setzen, was wir auch aus eigener Kraft erreichen können.

Zum sechsten Gebot: »Formuliere positiv und motivierend!«
Unser Unterbewusstsein kennt kein Nein, denn es funktioniert hauptsächlich über Bilder. Wenn Sie das Rauchen aufgeben wollen und aufschreiben »Ich rühre keine Zigarette mehr an«, dann speichern Sie vor allem ein weiteres Mal das Bild einer Zigarette. Überlegen Sie also, wofür Sie sind und nicht wogegen Sie sind. Statt aufzuschreiben, was Sie nicht wollen, notieren Sie was und wie es sein soll. Am besten wirkt es, wenn Sie nicht nur positiv formulieren, sondern auch angenehme Gefühle auslösen.

Zum siebten Gebot: »Sorge für Prüf- und Messbarkeit!«
Woran erkennen Sie, dass Sie auf dem richtigen Weg sind? Nur wenn Ziele überprüfbar sind und der Fortschritt messbar ist, wissen Sie am Ende auch, dass Sie es geschafft haben. Definieren Sie nach Möglichkeit immer auch Zwischenziele. Je messbarer ein Ziel ist, desto besser.

Zum achten Gebot: »Plane konkret und genau!«
Wer sich zum Ziel setzt, in zwei Jahren ins eigene Haus einzuziehen, aber nichts unternimmt, um den Hausbau als »Projekt« konkret zu planen, der kann sein Ziel nicht erreichen. Je komplexer der Weg zum Ziel ist und je mehr Menschen eingebunden werden müssen, desto wichtiger ist genaue Planung. Aber Vorsicht: Starre Pläne funktionieren nicht! Dafür gibt es im Leben zu viele unvorhergesehene Ereignisse.

Zum neunten Gebot »Denke groß!«
Ziele müssen groß sein, um den Funken der Begeisterung zu entzünden. Sonst sind wir wie der Angler an einem See, der alle großen Fische, die er an der Angel hat, wieder zurück ins Wasser warf. Als ihn ein Spaziergänger erstaunt nach dem Grund fragte, sagte der Angler: »Meine Pfanne zu Hause misst nur 17 Zentimeter.« Die hohe Kunst der Zielsetzung besteht darin, sich anspruchsvolle Ziele zu setzen, die gleichzeitig nicht überfordern. Planen Sie deshalb am besten eine Bandbreite ein. Wer sich zum Ziel setzt, im übernächsten Jahr 100’000 Euro zu verdienen und dann enttäuscht ist, weil er nur 99’000 geschafft hat, der macht sich zum Sklaven seiner Ziele. Setzen Sie sich große Ziele, aber mit Bandbreite.

Zum zehnten Gebot: »Habe ein klares Bild!«
Je genauer Sie sich Ihre Ankunft am Ziel vorstellen können, desto besser. Wenn Sie sich ein Bild von Ihrem Ziel ausmalen, am besten in einem meditativen Zustand, dann speichern Sie dieses Bild in Ihrem Unterbewusstsein. Es zieht Sie von jetzt an dahin, genau das zu erleben, was Sie sich ausgemalt haben. Lassen Sie ein klares geistiges Bild Ihres Ziels entstehen. Was sehen, hören und fühlen Sie genau, wenn Sie am Ziel sind? Visualisieren und emotionalisieren Sie Ihr Ziel so stark wie möglich. So gewinnt es im Unterbewusstsein maximale Anziehungskraft.

Und jetzt, viel Vergnügen mit Ihren Zielen!

Ihr
Wolfgang Allgäuer

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