Lassen Sie mich Ihnen ein außergewöhnliches Beispiel für eine starke Vision geben. Im Technikmuseum in Speyer ist ein Brief ausgestellt, den ein Elfjähriger im Jahr 1969 an den Astronauten Neil Armstrong geschickt hat. Der Junge schrieb an den ersten Menschen, der den Mond betreten hat:

Ich freute mich ebenso wie Sie, als Sie die Oberfläche des Mondes betraten. Wie gerne wäre ich dabei gewesen. Dafür sah ich aber die Direktübertragung. Ich verfolgte den ganzen Flug voll Spannung. – Wenn ich erwachsen bin, möchte ich auch einmal so ein Astronaut wie Sie werden. Es ist sicher sehr schön, im Weltraum mit einem Raumschiff zu fahren.

Der Autor dieser Zeilen heißt Thomas Reiter. Als Erwachsener ist er gleich zwei Mal ins Weltall geflogen: 1995 und 2006. Er hat die verrückte Vision, die er als Elfjähriger hatte, konsequent verfolgt: Nach dem Schulabschluss im Jahr 1977 verpflichtete er sich für die deutsche Luftwaffe. An der Universität der Bundeswehr in München studierte er Luft- und Raumfahrttechnik. In den USA und Deutschland ließ er sich anschließend zum Jetpiloten und Testpiloten ausbilden. Bei der britischen Test-pilotenschule ETPS erwarb er zusätzlich ein Diplom 1. Klasse. Schließlich wurde er 1989 von der europäischen Weltraumorganisation ESA unter 22’000 Bewerbern als Astronaut ausgewählt. So ist Thomas Reiter tatsächlich dort hingekommen, wo er sich schon mit elf Jahren gesehen hat! Seine Vision führte ihn Schritt für Schritt an die Stationen, die es ihm ermöglichten, Raumfahrer zu werden.

Wichtig ist, dass die Vision für die Mitarbeitenden nicht zu weit weg ist! Eine Unternehmensvision muss greifbarer und konkreter sein als eine persönliche Lebensvision. Sonst können die Mitarbeiter nichts damit anfangen. Beziehen Sie deshalb die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihrer Firma mit ein. Klären Sie gemeinsam und formulieren Sie gemeinsam, was Ihre gemeinsame Vision ist. Die Mehrheit der Mitarbeiter muss die Vision als sinnvoll erkennen. Aber Achtung: Lassen Sie nicht zu, dass die Vision kleingeredet wird. Auch eine Unternehmensvision ist nicht einfach ein weiteres Ziel, das sich in zwei Jahren locker erreichen lässt.

Vielleicht kennen Sie die folgende kleine Geschichte von den drei Steinmetzen: Ein Wanderer kommt an eine Stelle, wo Männer Steine behauen. Er fragt den ersten: »Was tust du hier?« Dieser antwortet: »Steine klopfen.« Das befriedigt die Neugier des Wanderers nicht. Also fragt er den nächsten. Dieser antwortet: »Ich meißele eine Säule.« Auch das reicht dem Wanderer nicht, also fragt er einen Dritten. Der Dritte antwortet strahlend: »Ich helfe mit, eine der schönsten Kathedralen zur Ehre Gottes zu bauen.«

Unternehmen ohne Vision haben bloß Steineklopfer als Mitarbeiter.

Wenn jemand seine Mission und Vision zu leben beginnt, meldet sich am Anfang immer die Angst. Es ist normal, dass wir als erstes unserer Angst begegnen. Angst ist nichts Schlimmes und schon gar nichts, wofür wir uns schämen müssten. Im Gegenteil, Angst ist ein wichtiger Schutz vor gefährlichen Situationen. Eine neue und ungewohnte Situation birgt für unser Unterbewusstsein immer erst einmal Gefahren. Nach Viktor Frankl haben wir allerdings stets die Wahl, wie wir eine Situation bewerten wollen. Ist die Lage wirklich so bedrohlich, wie sie sich im Moment anfühlt? Was könnte uns im schlimmsten Fall passieren? Gerade bei Angst vor neuen Situationen ist eine besonders heilsame Frage: Wie würde mein Leben verlaufen, wenn sich nichts änderte? Stillstand kann nämlich viel beängstigender sein als Veränderung.

Der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Ralph Waldo Emerson meinte einmal: »Tun Sie das, wovor Sie Angst haben, und das Ende Ihrer Angst ist gewiss.«

Angst vermag enorme Kraft zu verleihen. Dieser Gedanke ist für manche ungewohnt. Doch Angst wird in dem Moment zu einer Antriebskraft, da Sie die Angst akzeptieren und den ersten Schritt auf sie zugehen. Ja, gehen Sie genau dorthin, wo die Angst ist! »Wo die Angst ist, da ist auch der Weg« – das ist eine alte Weisheit, manche sagen, sie stamme von den Indianern. Wichtig ist vor allem, den ersten Schritt auf die Angst zuzugehen. Genau da kommt der Mut ins Spiel. Plötzlich fühlt sich nicht mehr so schlimm an, was eben noch so bedrohlich aussah. So wird die Tugend des Mutes aus der Angst geboren.

Jeder Mensch hat Probleme. Auch erfolgreiche und sehr wohlhabende Menschen haben Probleme. Es ist der Normalzustand der Menschheit. Zu dem amerikanischen Pfarrer und Lebensberater Norman Vincent Peale (1898–1993) kam einmal ein Geschäftsmann, der sich über seine vielen Probleme beklagte. Da sagte Peale: »Kommen Sie mit, ich zeige Ihnen einen Ort, an dem Sie keine Probleme mehr haben.« Der Geschäftsmann war neugierig. Peale führte ihn zu einem Friedhof. »Die Menschen hier haben keine Probleme mehr«, sagte Peale. Es ist nicht möglich, Probleme zu vermeiden.

Manifest für Begeisterte

Begeisterte brauchen keine Motivation. Pflegen wir unser inneres Feuer!

Begeisterte haben Träume. Entfesseln wir unseren Geist und träumen wir groß!

Begeisterte kennen ihre vier wichtigsten Werte. Bleiben wir ihnen treu!

Begeisterte sind sich ihrer Talente bewusst. Bringen wir sie zur Wirkung!

Begeisterte vermehren ihre Energiespender und minimieren ihre Energieräuber. Seien wir voller Kraft!

Begeisterte wissen, wo ihre Turboknöpfe sind. Drücken wir sie immer, wenn wir sie brauchen!

Begeisterte haben klare Ziele. Sorgen wir dafür, dass wir sie erreichen!

Begeisterte haben eine Mission. Machen wir das Leben für andere Menschen lebenswerter!

Begeisterte haben eine Vision. Lassen wir Himmel und Erde sich berühren!

Begeisterte kennen die Kraft des Unterbewusstseins. Lassen wir uns von ihr tragen!

Begeisterte haben Tugenden. Leben wir sie jeden Tag!

Begeisterte gehen Feuerlöschern aus dem Weg. Behalten wir unseren Humor!

Begeisterte hören nicht mehr auf, ein begeistertes Leben zu führen.



Liebe Leser, ich hoffe dieser Blogbeitrag hat Ihnen gefallen. Wenn Sie echte innere Begeisterung und persönlichen Erfolg erfahren und erleben wollen, dann klicken Sie hier: