Emotional Leadership (3/5): Selbstwert, Kontrolle und Lustgewinn

Alltäglich auf deutschen Autobahnen passiert es, dieses Szenario. Ein Auto kommt auf der linken Spur mit sehr hoher Geschwindigkeit angerast. Der Fahrer muss seine Geschwindigkeit von 200 auf 120 km/h drosseln, weil vor ihm ein Auto auf seine Spur gewechselt ist und einen Lastwagen überholen will. Wir nehmen in dem Fall an, dass der Fahrer, der mit 120 überholt, alle Verkehrsregeln eingehalten hat, also zum Beispiel rechtzeitig den Blinker gesetzt hat und den Sicherheitsabstand wahrt. Sehr häufig kann man nun beobachten, dass sich die Person, die abbremsen muss, wahnsinnig aufregt. Sie wird sich sehr stark ärgern, weil aus ihrer Sicht gerade ihre Rechte bzw. Grundbedürfnisse verletzt werden: das Bedürfnis nach Ganz unabhängig vom verletzten Grundbedürfnis betrachtet die Person also, überspitzt ausgedrückt, die Fahrbahn als ihre ganz persönliche, die quasi niemand sonst frei benutzen darf. Dass dies vollkommener Blödsinn ist und somit auch die dazugehörige Emotion, der Ä
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Emotional Leadership (2/5): Alles eine Frage des Gefühls

Sie möchten sich im Bereich der emotionalen Führung weiterentwickeln. Unsere Emotionen sind sehr häufig ganz ausgezeichnete Ratgeber. Wenn jemand eine Woche vor einer wichtigen Prüfung immer noch nichts gelernt hat und nachts schweißgebadet und voller Angst aufwacht, dann ist das eine Reaktion, die ich als emotional intelligent bzw., ich führe einen neuen Begriff ein, als emotional reif bezeichne. Schließlich steht viel auf dem Spiel für die Zukunft, wenn derjenige die Prüfung nicht besteht. Vielleicht ist er ja schon einmal durch die Prüfung gefallen und es ist seine letzte Chance, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Seine Angst sagt ihm dann, dass es nun wirklich höchste Zeit ist, mit dem Lernen zu beginnen. Wer aber schon sechs Monate vor der Prüfung vor lauter Angst nicht mehr schlafen kann und permanent von lähmenden Gedanken an ein Versagen und von Selbstzweifeln geplagt ist, zeigt eine emotional unreife Reaktion. Insbesondere dann, wenn die Person in der Ver
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Emotional Leadership (1/5): Scham, Schuld und mentale Strategien

Sie sind auf eine Party bei dem Freund einer Freundin eingeladen. Es ist zwei Uhr morgens, die Party ist in vollem Gange, alle, auch Sie, haben deutlich zu viel getrunken. Plötzlich fällt Ihnen ein Zweihunderteuroschein auf, der auf einem kleinen Tischchen liegt. Sie schauen sich kurz um, niemand blickt in Ihre Richtung, Sie stecken den Schein reflexartig ein und feiern weiter, bis Sie schließlich um vier Uhr morgens nach Hause gehen. Besser gesagt, nach Hause torkeln. Am nächsten Tag, es ist ein Sonntag, stehen Sie erst gegen elf Uhr auf. Ihr Partner ist mit den Kindern bei den Großeltern. Sie ziehen Ihre Jeans vom Vorabend und ein frisches T-Shirt an, machen sich erst einmal einen Kaffee und lösen eine Kopfschmerztablette in einem Glas Wasser auf. So wild haben Sie schon seit sehr langer Zeit nicht mehr gefeiert. Während Sie darauf warten, dass der Kaffee fertig ist, vergraben Sie Ihre Hände in den Hosentaschen. Ihnen ist ein wenig kalt. Sie spüren in der rechten Tasche etw
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Lebenslauf: „Zeig mir deinen CV und ich sag dir, wer du bist“

Die klassische Lebenslaufanalyse ist in den meisten deutschen Unternehmen nach wie vor eine fest installierte Größe. Statt Motivation oder cultural fit – also die Passung zwischen Unternehmen und Kandidat – in den Vordergrund zu stellen, zählen harte Fakten bei der Bewerberauswahl. Auch bei der weitere Karriereplanung wird mehr auf die fachliche Eignung als auf die „soft facts“ geachtet. Aus bekannten Gründen: Der Arbeitsmarkt hat sich vom Angebots- zum Nachfragemarkt gedreht. Fachkräftemangel und demografischer Knick ermöglichen es aktuellen und künftigen Generationen, ihre Vorstellung von Arbeit viel stärker in die Unternehmen zu tragen als das früher der Fall war und es Bewerber buchstäblich wie „Sand am Meer“ gab. Und natürlich genauso viele Lebensläufe. Auch der Karrierebegriff hat sich grundlegend geändert – zumindest auf Bewerberseite. Es wird deutlich mehr Wert gelegt auf Entwicklungsperspektiven, auf horizontale Bewegungen oder Möglichkeiten zum Q
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Überstunden: Nine-to-Five am Mittwoch, sonst „Always on“

Mittwochs machen wir (fast) alles richtig, gibt es für viele Berufstätige Nine-to-Five. Was, keine Überstunden heute? Nun. Weil die meisten Berufstätigen Montags länger bleiben, um liegen gebliebene Aufgaben vom Wochenende nachzuarbeiten, verlassen sie am Mittwoch meist sehr pünktlich das Büro. Schließlich saßen wir Montags länger als sonst. Und am Wochenende werden wir Unerledigtes fertigstellen, wenn’s denn sein muss. Was tun, um schneller aus dem Büro zu kommen? Zum Beispiel in der Bahn nach Hause die letzten E-Mails (vor)tippen – voraugesetzt man hat gerade zwei Hände frei. Denn viele Geschäftsreisende und Pendler „daddeln“ mit ihrem Smartphone auch am Steuer, zum Beispiel im Stop&Go-Vekehr auf der Autobahn, beim Warten an einer roten Ampel, der Schlange vorm Parkhaus und anderswo. Entspannt mit dem Auto in die Arbeit? Von Wegen! Die Realität sieht für viele Pendler und Geschäftsreisende anders aus. Die „Always on“-Mentalität (Studi
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