Ethische Investments: Spiegelei oder Engagement?

Noch nicht. Ethische Wertvorstellungen statt reiner Renditen kommen nämlich gut an. Allgemein anerkannte Gütesiegel fürs Social Responsible Investing sind noch Mangelware. Nicht nur Kirchen, auch Banken und Business Schools werben darum. Sie alle verbindet die Krise und der Wunsch, wieder Kapital zu gewinnen: Vertrauen. Goldmann-Sachs-Chef, Llyod Blankefein sagte im November letzten Jahres, seine Bank verrichte Gottes Werk. Momentan ist sie wegen Betrugs von der Finanzaufsicht der Wall Street angeklagt, im großen Stil. Ken Costa, erfolgreicher Investment-Banker und bekennender Christ, hat über dieses Dilemma ein Buch geschrieben: „Der liebe Gott und das böse Geld“. Der Titel provoziert seine Kollegen: Einerseits können nur lukrative, effiziente Firmen Wertzuwächse erzielen, „ihr gutes Recht“ sagt Costa. Andererseits entstehen jede Menge Pflichten gegenüber dem Aktionär, „Ehrlichkeit und Transparenz zum Beispiel“. Social Responsible Investing (S
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Karriere auf Arabisch: Marketing-Planer im Orient

Musikboxen pumpen Bässe in die Hitze von Sulaimaniyah. Dazu sind Girlanden gespannt. Sulaimaniyah, die Stadt im Nordosten Iraks, hat sich schick gemacht. Von Marc Röhlig… Der Irak, er sieht hier nicht nach Krieg aus – er sieht hier nach Aufschwung aus. Ölfelder werden erschlossen, neue Autobahnen, Flughäfen und Fußballstadien geplant. Seit 2005 liegt das jährliche Wirtschaftswachstum bei sechs Prozent. Jeder Einwohner erwirtschaftet im Jahr rund 4500 US-Dollar. Zum Vergleich: Bezogen auf den ganzen Irak liegt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei nur 3600 US-Dollar. Ausländer, die in die Region reisen, können sicher sein, weder entführt noch erschossen zu werden. Fast so sicher wie das Shopping in Instanbul. Europäische Investoren bleiben lieber draußen. Noch zumindest. Parween Noori Aziz ist Generaldirektorin des Handelsministeriums in Erbil, dem Hauptsitz der kurdischen Regionalregierung. Sie ist ein Teil des rasant wachsenden Unternehmens und lobt
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Burnout: Hamsterrad, Handbremse, Depression

Die Übersetzung „ausgebrannt“ verdeutlicht, worum es geht. Man fühlt sich leer. Bestimmte Berufsgruppen sind besonders häufig betroffen, Lehrer zum Beispiel. Der amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger bezeichnete 1974 den „Energieverschleiß“, der durch innere und äußere Überforderung entsteht, als Burnout. Freudenberger sieht eine Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität als auslösenden Faktor für Burnout. Damit beschrieb er das Phänomen, welches Auftritt, wenn die Betroffenen im Laufe der Zeit nicht mehr in der Lage sind, ihre Probleme zu bewältigen, wenn ihnen die innere Kraft fehlt und sie ausgelaugt sind. Es kommt zu einer Minderung des Wohlbefindens, der sozialen Funktionsfähigkeit sowie der Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Typischerweise verläuft eine Burnout-Entwicklung in fünf Phasen ab. Auf den Enthusiasmus, alles läuft bestens, folgt die Stagnation. Hier kommt die Leistungsfähigkeit an ihre Grenzen, darauf folgt al
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Management-Forum: Agenten des Wandels?

Champagner gefällig? Die Band spielt Blues auf der Bühne, am Eingang werden erste Häppchen verteilt. Die Meetings des Tages sind gelaufen. Formulierte Meilensteine ruhen ein paar Stunden, im Posteingang des Blackberry. Morgen werden die Mitarbeiter wieder „gebrieft“. Nun, beim abendlichen Dinner werden Ergebnisse besprochen. Marktanalysen und so manche Zukunftsprognose, für die Zeit nach der Krise. Probleme mit Kunden oder Mitarbeitern werden, die eher beiläufig diskutiert. Draußen. Beim Rauchen einer Villiger-Zigarre in der linken Hand. Mit der rechten klopfen sich die Manager auf die Schulter: „Wird schon werden“, sagen sie. Einen Schluck teuren Whiskey hinterher. Ganz woanders, auf einer Rucksack-Tour durch Südafrika kam Jacobus im Herbst auf die Idee, sich zu bewerben. Ein Freund sagte ihm: „Mensch, mach doch mal“. Die Chance, an dem renommierten Wettbewerb teilzunehmen, wollte er sich nicht entgehen lassen. Er bewarb sich für das jä
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Blick über den Tellerrand: Buddhismus und Management

Dass dies Skepsis hervorruft, ist verständlich. Wie bitte, sollte sich ein System, das sich per se durch stetiges Wachstum, durch knallharten Wettbewerb und kurzfristiges Denken definiert zu solchem Verhalten durchdringen? Bedroht dieser Wunsch doch bisherige Maximen. Wir brauchen dieses Wirtschaftssystem. Wir wollen unseren Lebensstandard, unsere Lebensqualität, unseren Drang uns selbst zu verwirklichen nicht reduzieren. Was also bewegt Manager dazu, sich der Meditation als einem „Königsweg“ zuzuwenden. Achtsamkeit zu trainiern, die Wahrnehmung zu schulen, um Verantwortung zu übernehmen für das eigen Handeln und die Selbststeuerung, die emotionale Intelligenz zu fördern und somit anders zu führen? Nach meiner Erfahrung ist es schlicht die Sehnsucht nach Sinn: Trotz der Globalisierung hat sich dieser archaische Wunsch, seinem Leben einen Sinn zu geben, nicht erübrigt. Auch Manager wollen sich in ein größeres Ganzes einbinden. Und manch einer ma
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