Handwerk eines Fischers: Naturburschen, Seegarn

Ein kalter Morgen gegen Sieben am Bodensee am Gondelhafen in Friedrichshafen. Die Sonne scheint nur leicht durch die Wolken. Die Fischer laufen aus mit ihrem Kahn in Richtung Berge, die sich schneebedeckt am Schweizer Ufer über ein paar Nebelschwaden auftürmen. Wachsam schaut Gert Meichle geradeaus, stets den Kompass im Blick, dem Kurs zu seinen Netzen und legt mit dem Gashebel die 50 PS seines Schiffs nach vorn, während sein Vater hinten auf dem offenen Deck des kleinen Kahns noch schnell eine Zigarette raucht, auf dem Fischkanister sitzend. Der Wind pfeift durch die Netze, Eimer und Taue, die auf dem Deck des Fischerboots verstaut sind. Immer wieder peitschen größere Wellen über den See, manche landen im Boot. Beide Männer haben dicke, grüne Öljacken mit Gummistiefeln an, die sie vor kalten Temperaturen, Wasser, Wind und Wellen schützen. Etwa eine Viertelstunde dauert die holprige, nasse Überfahrt zu den am vergangenen Abend ausgelegten Netzen. „Heu
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Handwerk eines Steinmetz: Viele Steine, wenig Brot

Mit Kieselsäure habe man so manche bröselnde Verzierung der „steinernen Urkunden“ fixiert. Die Logistik vor Ausstellungsbeginn habe so etwas „vom Pyramidenbau im alten Ägypten“ gehabt. Übertrieben? Vielleicht. Misst man es am Gewicht, ist es die schwerste Ausstellung in der Geschichte der süddeutschen Stadt. Mancher Mitarbeiter habe beim Manövrieren über mittelalterliches Kopfsteinpflaster „geschwitzt wie ein Sklave“, ergänzt Tobias Engelsing. Der Direktor des Stadtmuseums denkt über eine angemessene Belohnung nach, vielleicht eine Butterfahrt über den Bodensee. „Heizdecken für geschundene Rücken“, die gebe es dann gratis dazu, scherzt der Historiker. Zur Geschichte der Austellung, etwas Lokalkolorit. Anfang des 19. Jahrhunderts, nach Napoleons Niederlage, rissen die Konstanzer ihre Stadtmauer ab. Man suchte neuen Baugrund und fand dabei nur noch wenig Sinn im kostspieligen Unterhalten von Treppen und Türmchen. Seitdem lagern viele Schmu
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Berufseinstieg: Familienunternehmen oder Börse?

Berufseinsteiger in Deutschland bevorzugen ein Familienunternehmen als künftigen Arbeitgeber: 62 Prozent der Absolventen ziehen ein solches Unternehmen einem Großkonzern vor, ergab eine aktuelle Studie der Franz Haniel & Cie. GmbH. In anderen europäischen Ländern ist das Bild gegensätzlich: 45 Prozent der befragten französischen Studenten möchten lieber in einem börsennotierten Großkonzern arbeiten; in Ungarn sind es 48 Prozent, in Dänemark wiederum nur 42 Prozent. Für die Studie mit dem Titel „Wer ist attraktiver? Großkonzern oder Familienunternehmen?“ hat Haniel 824 Studenten aus Deutschland, Frankreich, Dänemark und Ungarn befragt. „Die starke Rolle der Familienunternehmen in der Bundesrepublik ist im internationalen Vergleich außergewöhnlich. Häufig sind es mittelständische Unternehmen, die auf ihrem Spezialgebiet Weltmarktführer sind. Dies und die damit einhergehenden Aufgaben sind deutschen Absolventen dabei wichtiger als Börsenren
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Think-Tank á la Nobel: Wohin mit dem Wirtschaften?

Welche Richtung nimmt die Wirtschaft in einer noch immer unter den Auswirkungen der Finanzkrise des Jahres 2008 leidende, globalisierte Welt – und zwar nicht nur als wissenschaftliche Disziplin, die versucht, unsere Erkenntnisse über die Gesellschaft und das menschliche Verhalten zu vergrößern? Dies ist eine der zentralen Fragen, mit denen sich eine hochkarätig besetzte Konferenz unter Beteiligung von Nobelpreisträgern der Wirtschaftswissenschaften und führenden Nachwuchsökonomen aus aller Welt in Lindau Ende dieses Monats beschäftigen. Bei der vierten Lindauer Tagung der Wirtschaftspreisträger kommen brillante Ökonomen – und manche Karriere-Einsichten – aus über 60 Ländern zu einem generationsübergreifenden Dialog über kulturelle und fachliche Unterschiede hinweg zusammen. Die Debatten werden die Zukunft der Ökonomie als Wissenschaftsdisziplin und als Bezugssystem für die Entscheidungen von Politikern und anderen Fachleuten beleuchte
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Doping: Nach dem Leistungssport, 2. Chance?

Nichts mehr als ein Versuch, die DDR schlecht zu machen, sei das. So sagte sie es noch 1991 zu ihrer Mutter, fünf Jahre nachdem sie in Stuttgart die Europameisterschaft im Kugelstoßen gewonnen hatte. Ihre Mutter hatte sie wegen eines Buches der früheren Westsportlerin Brigitte Berendonk gefragt. Es sollte Krieger noch einholen. Denn kurz darauf war Heidi Krieger am Ende, die FAZ titelte: „Das velohrene Leben der Heidi K“. In diesem Körper konnte sie nicht mehr leben, so viel wusste sie. Was sie nicht wusste: Es gab einen Ausweg. Krieger wollte sich umbringen. Nur ein Zufall hielt sie ab, und sie entschied sich, ihr Leben umzukrempeln. Zehn Jahre später war Heidi Krieger tot. Als Andreas Krieger gab sie sich die Chance auf einen zweiten Versuch. Der Arzt reagierte alarmiert. „Haben Sie in Ihrer Sportkarriere Dopingmittel bekommen?“, fragte er. Nein, sagte Krieger wieder. „Sind Sie sicher?“, insistierte der Arzt, Krieger began
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