Handwerk eines Gärtners: Integration mit Obstbaumscheere und Kürbissen

Doch so spiessig wie sein Ruf ist er nicht. Reportage zum kalendarischen Frühlingsanfang. Die Hobbygärtner haben ihre Parzellen längst geöffnet. Jeder Dritte dort ist mittlerweile Ausländer. Behutsam schiebt Max Damaschke seine Schubkarre. Ein paar verfaulte Kartoffeln müssen auf den Komposthaufen. Zwischen Tomaten-Stauden, Kartoffel-Beeten und Gänseblümchen geht einer der ältesten Kleingärtner Heidelbergs, über 80 Jahre alt, seinem liebsten Hobby nach: „Ich leb ja von meinem Garten, ich atme hier im Garten. Und der Umgang mit Leuten ist mir sehr wichtig“, sagt er. Man werde nicht einsam, habe immer jemand um sich rum, sagt der ehemalige Schwimmlehrer. Er zeigt dabei auf die Gesellschaft zwischen Zaun und Zapfhahn in der Gastwirtschaft schräg gegenüber. „Für uns ist jeder Mensch wertvoll – vom Arbeitslosem bis zum Akademiker“, sagt der Vorsitzende der Kleingartenkolonie, Eugen Dammert über die Integration im Kleingarten. Wohin man auch schau
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Verantwortung: Schwarzes oder weißes Schaf?

Sie haben die öffentliche Aufmerksamkeit verstärkt auf die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen weltweit gelenkt. Nur jedes sechste Unternehmen genügt aktuell den von oekom research festgelegten ökologischen und sozialen Anforderungen für den oekom Prime Status – so die Quintessenz des oekom Corporate Responsibility (CR) Review 2011. Ihren dritten Jahresbericht zur globalen Unternehmensverantwortung stellte die Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG heute in Frankfurt am Main vor. Die Geschehnisse im Golf von Mexiko oder in Taiwan, aber auch Diskussionen über Datenschutz im Zusammenhang mit durch Google Street View veröffentlichten Bildern zeigen nach Ansicht von Matthias Bönning, COO und Head of Research von oekom research, zweierlei: „Zum einen stehen die Unternehmen auf der ganzen Welt unter verstärkter Beobachtung der Zivilgesellschaft und der Investoren. Zum anderen kann kein Konzern mehr vorgeben, beispielsweise von menschenunw
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Fastenzeit: Gemüsebrühe statt Gummibärchen?

Das Lebenstempo wird schneller, Karriere beansprucht. Zeit zum Leben? Experten sind sich einig: Schlafstörungen, Lustlosigkeit und Übergewicht sind dafür typische Reaktionen des Körpers. Eine Fokussierung auf das Wesentliche ist eine wichtige Quelle um zur Ruhe kommen. Die Macht der Gewohnheit ist für Gudrun zum Problem geworden. Die täglichen Strecken zwischen Bett, Computer und Sofa reichen für eine gesunde Bewegung nicht aus. Kaffee, Kuchen und Klamotten steigern nur begrenzt ihr Wolhlbefinden. Aber der Verzicht auf die Fernbedienung schafft Gudrun neue Freiräume. „Mein innerer Schweinehund drängt mich dazu, die ganze Quälerei abzubrechen“, beschreibt die 45-jährige aus Frankfurt ihren Fastenbeginn. „Nicht nur meine Pfunde schmelzen dahin, auch mein Körper ist beweglicher geworden“. Anstatt sich einmal pro Woche träge durch den Wald zu zwängen, läuft die Versicherungskauffrau nun fast so schnell wie die flinke Zeichentrick-Maus Speedy Gonza
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Karriere-Exzess: „Ich bin gerade Gott begegnet“

Viel mit Frauen zu tun, die Kasse im Geschäft klingt, jede Nacht. Aber er merkt, dass er auf dem »Highway to Hell« dahinrast, immer auf der Suche nach dem nächsten Kick – bis zum Burn-Out. Da passiert ihm in einer Phase tiefster Depression etwas Ungeheuerliches: eine Gotteserfahrung. Das stellt sein Leben auf den Kopf, wie er schreibt: Es gibt nichts zu berichten von diesen abschüssigen Tagen, außer dass ich versuche das Tempo zu halten, wo ich es nicht erhöhen kann. Es sind Tage wie von Blei, einer wie der andere, nur dass sich regelmäßig die Beleuchtung ändert. Der November bringt graues, schmutziges Licht. Ich fühle mich nicht, funktioniere nur. Gehe dahin und dorthin, kaufe ein, räume auf, renne herum, klappere auf der PC-Tastatur – eine mechanische Kopie meiner selbst. Wahrscheinlich sieht es für Dritte professionell aus. Wahrscheinlich wäre auch der 28. November des Jahres 2005 so wesenlos hinter mir ins Nichts gesunken, wie alle diese No
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Skandal trotz Sympathie: Goodbye, Guttenberg!

Das wird sich ändern, vielleicht. Erklärungen vom Minister, seinem Doktorvater und empörten Doktoranden. Mit einem kleinen Exklusiv-Interview. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Bundeskanzlerin um seine Entlassung gebeten. Das erklärte er am 1. März in Berlin. Rund 2/3 aller Leser von Karriere-Einsichten forderten in einer Umfrage Guttenbergs Rücktritt. Begründet wurde das mit seinem hohen, moralischen Anspruch. Er hatte für seine Doktorarbeit zum Beispiel Passagen eines FAZ-Artikels wörtlich kopiert, ohne Fußnote. In Blogs wurde er sogar als Lügenbaron beschimpft, Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Nun hat er diesem öffentlichen Druck nicht mehr standgehalten. Sein nächster Posten? Noch ungewiss. In der Zwischenzeit liegt auch die Erklärung des Doktorvaters vor, Professor Peter Häberle. Wir bringen das im Wortlaut: „Mit sehr großem Bedauern habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Umstände der von
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