Lässt sich Sinn finden in einem sinnlosen Job?

Was könnte man nicht alles mit der Zeit anfangen – sich seinem Hobby widmen, mit Freunden treffen, schlafen, andere Aufgaben erledigen wie die Wohnung/den Garten/den Keller auf Vordermann bringen… doch leider ruft mal wieder die Arbeit. Und die macht Ihnen so gar keinen Spaß. Wofür das Ganze – so ganz ohne Perspektiven? Wegen des Geldes? Und ist es das überhaupt wert? Immerhin verbringen wir die Hälfte unseres Lebens auf der Arbeit. Einer vom Bundesarbeitsministerium geförderten Studie zufolge sind 45 Prozent der Befragten unzufrieden mit dem Job. Offenbar gibt es ein großes Bedürfnis nach einer sinnvollen Tätigkeit. Doch wie findet man (wieder) den Sinn in einem scheinbar sinnlosen Job? Nahezu die Hälfte der Studienteilnehmer finden Ihre derzeitige Arbeitssituation nicht in Ordnung. Ob sich ein Arbeiter im 19. Jahrhundert die Frage nach der Sinnhaftigkeit seiner Arbeit gestellt hat? So vermutlich nicht. Die Industrialisierung war noch im vollen Gange, ein Arbeiter war n
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Emotional Leadership (4/5): Frust, Lust und ein Dilemma

Ich bin halber Südfranzose und zwanzig Kilometer von der spanischen Grenze entfernt aufgewachsen. Dort ist es ein wichtiger Wert (ein Wort, das nicht mit wertvoll gleichgesetzt werden sollte), seinen Ärger auch möglichst intensiv zu zeigen, indem man laut flucht und wild gestikuliert, während man ein solches Verhalten in Norwegen oder in asiatischen Ländern wohl nur milde belächeln würde. Dort würde ich mit einer solchen Reaktion gegebenenfalls sogar mein Gesicht verlieren. Daran zeigt sich, dass die Beurteilung, ob eine emotionale Reaktion nun akkurat oder inakkurat ist, sofern man diese Entscheidung treffen möchte, auch immer auf der Basis der gesellschaftlichen und kulturellen Normen vorgenommen werden muss. Trotzdem gibt es aus meiner Sicht zwei Wege, dieses kleine Dilemma zumindest ein wenig zu lösen. Eine Möglichkeit ist, die Person selbst urteilen zu lassen. Jeder muss am Ende des Tages selbst entscheiden, ob er sich emotional reif oder eher unreif in einer Situation
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Emotional Leadership (3/5): Selbstwert, Kontrolle und Lustgewinn

Alltäglich auf deutschen Autobahnen passiert es, dieses Szenario. Ein Auto kommt auf der linken Spur mit sehr hoher Geschwindigkeit angerast. Der Fahrer muss seine Geschwindigkeit von 200 auf 120 km/h drosseln, weil vor ihm ein Auto auf seine Spur gewechselt ist und einen Lastwagen überholen will. Wir nehmen in dem Fall an, dass der Fahrer, der mit 120 überholt, alle Verkehrsregeln eingehalten hat, also zum Beispiel rechtzeitig den Blinker gesetzt hat und den Sicherheitsabstand wahrt. Sehr häufig kann man nun beobachten, dass sich die Person, die abbremsen muss, wahnsinnig aufregt. Sie wird sich sehr stark ärgern, weil aus ihrer Sicht gerade ihre Rechte bzw. Grundbedürfnisse verletzt werden: das Bedürfnis nach Ganz unabhängig vom verletzten Grundbedürfnis betrachtet die Person also, überspitzt ausgedrückt, die Fahrbahn als ihre ganz persönliche, die quasi niemand sonst frei benutzen darf. Dass dies vollkommener Blödsinn ist und somit auch die dazugehörige Emotion, der Ä
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Emotional Leadership (2/5): Alles eine Frage des Gefühls

Sie möchten sich im Bereich der emotionalen Führung weiterentwickeln. Unsere Emotionen sind sehr häufig ganz ausgezeichnete Ratgeber. Wenn jemand eine Woche vor einer wichtigen Prüfung immer noch nichts gelernt hat und nachts schweißgebadet und voller Angst aufwacht, dann ist das eine Reaktion, die ich als emotional intelligent bzw., ich führe einen neuen Begriff ein, als emotional reif bezeichne. Schließlich steht viel auf dem Spiel für die Zukunft, wenn derjenige die Prüfung nicht besteht. Vielleicht ist er ja schon einmal durch die Prüfung gefallen und es ist seine letzte Chance, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Seine Angst sagt ihm dann, dass es nun wirklich höchste Zeit ist, mit dem Lernen zu beginnen. Wer aber schon sechs Monate vor der Prüfung vor lauter Angst nicht mehr schlafen kann und permanent von lähmenden Gedanken an ein Versagen und von Selbstzweifeln geplagt ist, zeigt eine emotional unreife Reaktion. Insbesondere dann, wenn die Person in der Ver
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Emotional Leadership (1/5): Scham, Schuld und mentale Strategien

Sie sind auf eine Party bei dem Freund einer Freundin eingeladen. Es ist zwei Uhr morgens, die Party ist in vollem Gange, alle, auch Sie, haben deutlich zu viel getrunken. Plötzlich fällt Ihnen ein Zweihunderteuroschein auf, der auf einem kleinen Tischchen liegt. Sie schauen sich kurz um, niemand blickt in Ihre Richtung, Sie stecken den Schein reflexartig ein und feiern weiter, bis Sie schließlich um vier Uhr morgens nach Hause gehen. Besser gesagt, nach Hause torkeln. Am nächsten Tag, es ist ein Sonntag, stehen Sie erst gegen elf Uhr auf. Ihr Partner ist mit den Kindern bei den Großeltern. Sie ziehen Ihre Jeans vom Vorabend und ein frisches T-Shirt an, machen sich erst einmal einen Kaffee und lösen eine Kopfschmerztablette in einem Glas Wasser auf. So wild haben Sie schon seit sehr langer Zeit nicht mehr gefeiert. Während Sie darauf warten, dass der Kaffee fertig ist, vergraben Sie Ihre Hände in den Hosentaschen. Ihnen ist ein wenig kalt. Sie spüren in der rechten Tasche etw
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