Jede Lehre und Theorie braucht praktische Darstellung und Übung. So ist es auch mit dem Erfolg.

Wenn Sie auf dem Wege zum Erfolg sind, brauchen Sie sich unbedingt die sogenannte „Erfolg“-Fähigkeit Schritt für Schritt einzuüben.

Dies ist kein leichter Weg, doch folgende Übungen können Ihnen dabei sehr behilflich sein:

Übung 1: Ihre Lebensspanne

Tipps und Hinweise zur Übung: Wenn Sie keinen Meterstab haben oder keinen opfern wollen, können Sie auch jedes andere Maßband nehmen. Bei IKEA gibt es kostenlos Maßbänder aus Papier. Wichtig ist, dass Sie die Übung nicht nur in Gedanken machen, sondern Ihre verbleibende Zeit einmal wirklich »in Händen halten«.

Nehmen Sie einen Meterstab zur Hand. Außerdem benötigen Sie eine kleine Gartenschere oder ein anderes Werkzeug, mit dem Sie den Meterstab leicht zerschneiden können. Falten Sie den Meterstab auseinander. Sie sehen jetzt 200 Zentimeter. Jeder Zentimeter soll ein Jahr symbolisieren. Bis jetzt ist noch kein Mensch 200 Jahre alt geworden. Unsere Lebenserwartung liegt eher bei 80 Jahren. Wie alt werden Sie? Was schätzen Sie? Schneiden Sie den Zollstock an der Stelle ab, wo diese Zahl steht. Jetzt gehen Sie an das andere Ende. Am Anfang Ihres Lebens waren Sie im Elternhaus, in der Schule, in der Ausbildung oder auf der Universität und konnten noch nicht allein über Ihren Weg bestimmen. Schneiden Sie diesen Teil vom Meterstab ab. Er ist jetzt schon deutlich kleiner! Jetzt schneiden Sie noch den Teil bis zu Ihrem aktuellen Lebensalter ab. Die Jahre bis hierhin haben Sie gelebt und Sie können im Nachhinein nichts mehr ändern. Was Sie jetzt in den Händen halten, ist die Spanne, die Ihnen noch bleibt, um ein begeistertes Leben nach Ihren eigenen Vorstellungen zu führen. Betrachten Sie den Rest des Zollstocks ein paar Minuten. Was fühlen Sie? Welche Gedanken kommen auf?

Damit es Ihnen leichter fällt, sehen Sie sich das Video aus einem meiner Seminare (Lektion 2) an https://www.youtube.com/watch?v=JCvJRZz8r0U

Alle Seminartermine finden Sie unter www.wolfgangallgaeuer.com/seminar/

Unser Leben ist kaum ohne Familie, Eltern und Verwandte vorzustellen. Eltern sind die ersten wichtigsten Leute in unserem Leben, die unsere Weltanschauung formen. Deshalb ist auch die nächste Übung besonders wichtig, um sich selbst besser zu verstehen:

Übung 2: Das nicht gelebte Leben Ihrer Eltern

Tipps und Hinweise zur Übung: Manche Menschen sprechen nie offen über ihre Träume und Sehnsüchte. Wenn das auf Ihre Eltern zutrifft, dann versuchen Sie, sich in sie hineinzuversetzen. Wovon, glauben Sie, haben Ihre Eltern geträumt?

Konzentrieren Sie sich einmal ganz auf Ihre Eltern, um die folgenden Fragen zu beantworten. Sollten Sie bei nur einem Elternteil aufgewachsen sein, versuchen Sie trotzdem so gut es geht, beide Eltern zu berücksichtigen. Wenn Sie Ihre Eltern als Kind nicht kannten oder kaum Kontakt zu ihnen hatten, denken Sie an die Menschen, bei denen Sie aufgewachsen sind.

Nächste Übung kann für dich etwas merkwürdig sein. Doch vergiss nicht, dass manchmal nur in extremen Situation die Leute sich besser eröffnen und erkennen.

Übung 3: Drei Reden bei Ihrer Beerdigung

Tipps und Hinweise zur Übung: Denken Sie auch bei dieser Übung nicht lange nach, sondern notieren Sie das, was Ihnen spontan in den Sinn kommt. Bewerten Sie nicht, was Ihnen einfällt, sondern schreiben Sie es einfach hin. Die Auswertung kommt später. Einmal habe ich in einem Seminar einen Teilnehmer erlebt, der bei dieser Übung zunächst blockiert war. Die Übung war ihm zu drastisch. Tatsächlich ist diese Übung sehr direkt. Ich konnte den Teilnehmer schließlich überzeugen, die Übung ganz nüchtern als ein sehr wirksames Instrument zu sehen. Wenn wir uns fragen, was wir am Ende unseres Lebens gerne über uns hören würden, gelangen wir ohne Umwege zu unseren Werten.

Stellen Sie sich vor, Sie sind vor zwei Tagen gestorben. Ihr Wirken auf dieser Erde ist endgültig zu Ende. Heute um 10 Uhr ist Ihre Beerdigung. Von einem geheimen Ort aus können Sie Ihre Beerdigung beobachten und hören, was gesprochen wird. Mit einer seltsamen Mischung aus Interesse, Befremden und Traurigkeit hören Sie, wie drei Personen eine Grabrede auf Ihr Leben halten: Es ist jemand aus Ihrer Familie, eine Person aus Ihrem beruflichen Umfeld (Mitarbeiter, Kunde, Berufskollege) sowie ein guter Freund bzw. eine gute Freundin. Wählen Sie zunächst die drei Personen aus. Schreiben Sie dann drei Grabreden in Ihr Notizbuch oder auf dieses Übungsblatt:

Vielleicht geht diese Übung im Seminar einfacher, weil Sie in die Gesichter von Personen sehen können.

Zum Schluss noch eine Übung, in der Du dich von der Seite sehen kannst.

Übung 4: Erinnerungsprotokoll großer Erfolge

Tipps und Hinweise zur Übung: Sehen Sie sich in der Situation als Darsteller, nicht als Beobachter. Sie sind mittendrin! Was erleben Sie? Was sagen Sie zu sich selbst? Wie hört sich Ihr innerer Monolog an? Besonders gut gelingt die Übung, wenn Sie sich die zwei Ereignisse an zwei unterschiedlichen Tagen vornehmen.

Wählen Sie nun aus allen Erfolgen, die Sie bisher notiert haben, mindestens ein ganz besonderes Erfolgserlebnis aus. Am besten wählen Sie zwei Erfolge. Es ist egal, ob es berufliche oder private Erfolge sind, wie lange der Erfolg zurück liegt, wie lange er angedauert hat und wie Sie im Vergleich zu anderen abgeschnitten haben. Gehen Sie jetzt in Gedanken zu dem ersten Ereignis zurück. Nehmen Sie sich dafür etwa eine halbe Stunde Zeit. Begeben Sie sich an einen ruhigen Ort und schalten Sie Störquellen aus. Versetzen Sie sich in einen eher meditativen Zustand. Lassen Sie dann mit geschlossenen Augen das Ereignis noch einmal ablaufen. Starten Sie zum Beispiel damit, was dem Ereignis vorausgegangen ist. Wie kam es überhaupt dazu? Wie war der Vorabend? Mit welchen Gedanken sind Sie zu Bett gegangen? Wie haben Sie geschlafen? Erleben Sie den Tag und das Ereignis noch einmal mit allen Sinnen: Was haben Sie gesehen, gehört, gefühlt, geschmeckt, gerochen? Je mehr Stichworte Ihnen einfallen, desto besser. Notieren Sie jeden Gedankenblitz! Auch die scheinbaren Nebensächlichkeiten können wertvolle Hinweise auf Ihre Antriebe liefern. Wiederholen Sie die Übung am besten mit einem zweiten Ereignis. Das ist eine zusätzliche Chance, durch Parallelen auf sich wiederholende Antriebsmuster zu stoßen.

Dies waren nur ein paar von möglichen Übungen angeführt, die Ihnen bei Ihrem Weg zum Erfolg helfen können. Mehr praktische Ratschläge und Tipps können Sie in meinem Gratis E-Book „10 Geheimnisse, wie Sie mit Begeisterung Berge versetzen“ finden.



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