Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz (3/3): „Tag danach“ – in der Personalabteilung

Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet fällt es mir schwer, die junge Praktikantin von damals und ihre Handlungen in dieser Situation nachzuvollziehen. Ich war naiv, gutgläubig und wohl angesichts dieses mir so immens und skandalös erscheinenden Vorwurfs der sexuellen Belästigung ziemlich überfordert. Gleichzeitig gab ich sehr viel auf den Rat einer engen, aber nicht weniger unbeholfenen Freundin. Tatsache ist: Wir wussten es einfach nicht besser. Aber ich sollte meine Lektion lernen … Martin arbeitete für ein halbes Jahr studienbezogen im Hotel, um danach zurück an eine der Elite-Hotelfachschulen zu gehen. Auch Wiese hatte bei einer solchen studiert. Bei der nächst- besten Gelegenheit suchte ich ein Gespräch mit Martin und erzählte die Geschichte aus der Kantine. Ich war auch da immer noch fest davon überzeugt, das Richtige und Wiese im Grunde einen Gefallen zu tun. Darüber, was genau Wiese eigentlich mit dieser doch recht spärlichen Information, die ich Martin nun
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Psychopathen: Irre Chefs samt Gegengift zum Sprücheklopfen

„STOP! So nicht…“ – Schlagfertigkeit kannst du trainieren, auch wenn’s manchmal weh tut… Natürlich klingt das alles andere als freundlich – aber seien wir ehrlich: Wir wollen es ja nicht anders. Wir wollen, dass unsere Chefs auffallen, im Guten wie im Schlechten. Wir wollen, dass sie Marotten haben und Macken. So wie echte Stars eben – wie Christina Aguilera, die vertraglich festlegen lässt, dass ihr eine Polizeieskorte gestellt und im Catering keinesfalls umweltschädliches Styropor oder Plastik verwendet wird und sie Sojamilch mit Vanille-Geschmack bekommt. Hingeraunzte Satzfetzen, die auf der Grenze zwischen Bonmot und Beleidigung balancieren, wie etwa diese: Weil aber im handelsüblichen deutschen Büro die Dichte an Showbiz-Stars eher überschaubar ist, brauchen wir Ersatz: Über wen sollen wir uns sonst in der Kantine das Maul zerreißen? Da sind wir nicht anders als die Äffchen, die in einem Experiment wählen konnten zwischen süßem Saft und Bildern von Affen, die
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Sexuelle Belästigung (2/3): Macho-Sprüche vom eigenen Chef

Über diese sexuelle Komponente, sozusagen das (niemals stattgefundener) Sex jetzt unser Arbeitsverhältnis beeinflusste, verursachte bei mir ein starkes unangenehmes Gefühl der Abwehr. Ich konnte es in der Magengegend spüren, und mein ganzer Körper wehrte sich dagegen, von ihm beobachtet zu werden. Ich fand es ekelhaft. Landecks Stellvertreter, den ich als nächstes ansprach, reagierte verkniffen, wie es so seine Art war, aber nicht unfreundlich. Dennoch änderte sich in der folgenden Zeit nichts, und ich wiederholte meine Bitte daher wenig später erneut bei Landeck. Ob er das nun verstünde oder nicht, er möge bitte den Kollegen und mich in unterschiedlichen Schichten einteilen. Und dann, eines Abends, eskalierte das Ganze. Ich kam zum Dienst und meldete mich wie immer am Flipchart auf der Personaletage, um zu erfahren, wo in der Abteilung ich eingeteilt war. Es stellte sich heraus, dass besagter Kollege und ich laut Plan zu zweit in der kompletten Frühstücksetage Tische f
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Sexuelle Belästigung (1/3): Ungewollte Blumen im Büro

Sexuelle Belästigung war für mich irgendwie immer die Vorstufe zur tatsächlichen Vergewaltigung und ein konfrontativer, sehr körperlicher Übergriff auf die Frau. Es war mir durchaus bewusst, dass Frauen in Deutschland das Recht haben, gegen sexuelle Belästigung bei der Arbeit vorzugehen und solche Vorfälle etwa anzuzeigen. Natürlich würden in solchen Fällen die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, ja bei schweren Vergehen sogar ihren Job verlieren. Davon war ich überzeugt, und das hielt ich in der heutigen Zeit auch für selbstverständlich. Dennoch war der Begriff der sexuellen Belästigung in meinem Kopf ein kriminologischer Tatbestand, den ich mit meinem eigenen Leben überhaupt nicht in Verbindung brachte. Schließlich sprang niemand wollüstig und urplötzlich aus einer Nische des Hotelflurs hervor, um über mich herzufallen. Und unseren Gästen zu Diensten zu sein, auch wenn sie mich mit Anzüglichkeiten oder tatsächlich körperlich belästigten, das erschien mir
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Kreativität-Schnellkurs: Entdecke den (wahren) Künstler in dir!

Haben Sie schon einmal Kinder dabei beobachtet, wie sie malen? Haben Sie schon einmal darüber gestaunt, wie schnell sie Lieder mitsingen, sei es richtig oder falsch, auf jeden Fall aus vollem Herzen? Oder Geschichten erzählen… Was plappern die so vor sich hin. Was für wilde Geschichten erfinden sie – einfach so? Wie oft höre ich andererseits von denen, die schon ein paar Jahrzehnte länger kreativ sein könnten: „Einen Song schreiben, das klingt ja mal hoch interessant. Für mich ist das aber nichts, ich bin nicht kreativ.“ Meistens verbunden mit: „…leider!“ Was können Kinder, was wir, Erwachsene, gebildete und erfahrene Persönlichkeiten, meist nicht können? Oder glauben wir vielleicht einfach nur, wir könnten das nicht? Warum glauben wir, wir wären nicht kreativ? Und dann auch noch Künstler? Was hat ein Unternehmen von kreativen Künstlern als Mitarbeitern? Hier ein paar Antworten. Das lateinische Creare bedeutet erschaffen und hervorbringen, aber
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