In der Arbeits- bzw. Organisationspsychologie wird nach James Diefendorff zwischen 5 verschiedenen Motivationstypen unterschieden. Alle Formen der Motivation ergeben sich aus der Theorie der Selbstbestimmung und beziehen sich auf die tatsächliche Motivation von Arbeitern.

Die Theorie der Selbstbestimmung besagt, dass es grundsätzlich zwei Arten von Motivation gibt: extrinsische und intrinsische.
Extrinsisch motiviert ist jemand, der etwas aufgrund eines äußeren Reizes tut. Intrinsisch motiviert ist jemand, der etwas tut, weil es ihn selbst interessiert.

„Introjizierte Motivation?“ ist eine Form der extrinsischen Motivation. Bei dieser tut jemand etwas, weil er sich eine bestimmte Handlungsnorm einverleibt hat und negative Gefühle vermeiden will. Derjenige der introjiziert motiviert ist, würde sich daher schuldig fühlen, wenn er nicht handeln würde.

In Reinform kommt diese Form der extrinsischen Motivation wohl nie vor. Sie kann aber, wie dementsprechend eine andere Motivationsform dominieren.

Aufgrund von durchgeführten Tests an 226 chinesischen Beschäftigten aus zwölf großen unterschiedlichen Unternehmen wurden dann fünf verschiedene Motivationstypen herausgefunden:
Beschäftigte ohne schlechtes Gewissen; Kaum selbstbestimmte Beschäftigte; Mäßig motivierte Beschäftigte; Sehr selbstbestimmte Beschäftigte und sehr motivierte Beschäftigte.

Nur in der zweiten Gruppe des kaum selbstbestimmten Beschäftigens konnte eine erhöhte jedoch keine dominierende introjizierte Motivation festgestellt werden. Diese Gruppe von Mitarbeitern machte in der gesamten Befragung auch lediglich 11% der Probanden aus. Bei allen anderen Gruppen gab es sogar nur einen sehr geringen bis kaum feststellbaren Wert dieser Form der Motivation.

Insgesamt wurde als Ergebnis der Studie festgehalten, dass die besten bzw. effektivsten Arbeiter diejenigen waren, die der letzten Gruppe der sehr motivierten Beschäftigten angehörten. Hierbei fiel auf, dass diese Personen ein ähnliches hohes Maß an extrinsischer und intrinsischer Motivation aufwiesen, sich beide Arten der Motivation also die Waage hielten. Dies steht scheinbar mit der Theorie der Selbstbestimmung in Widerspruch, welche die Form der intrinsischen Motivation als die beste Art der Motivation bewertet.

Als Ergebnis kann also festgestellt werden, dass die Form der „introjizierte Motivation“ nicht als „schlechte“ Art der Arbeitsmotivation zu bewerten ist.



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