Es gibt keine auf Dauer erfolgreichen Menschen ohne Ziele. In den vergangenen Jahren habe ich mich intensiv mit den Biografien außergewöhnlich  erfolgreicher  Menschen  beschäftigt.  Aus nahmslos alle haben sich in ihrem Leben Ziele gesetzt. Viele Unternehmer und Selbstständige haben längst Zieleseminare besucht oder Bücher dazu gelesen. Einige sind jedoch inzwischen enttäuscht und frustriert, weil sie ihre Ziele nicht erreicht haben. Sie haben manchmal beschlossen, sich mit der Zukunft nicht mehr groß zu beschäftigen. Lieber im Hier und Jetzt leben und sich dem Fluss des Lebens hingeben, sagen sie sich. Das ist ein schwerer Fehler. Ich kann die Enttäuschung gut verstehen, wenn Ziele verfehlt wurden. Die Frage ist: Warum werden Ziele verfehlt? Nach meiner Erfahrung liegt es fast immer daran, dass die gesetzten Ziele nicht zu den Ressourcen (Träume, Werte, Talente, Energien, Anriebe) der jeweiligen Person gepasst haben.

Die zehn Gebote für Ziele

Erstes Gebot: Schreibe deine Ziele auf!

Zweites Gebot: Wisse den Preis jedes Ziels!

Drittes Gebot: Lege den Zeitpunkt fest!

Viertes Gebot: Formuliere in der Gegenwartsform!

Fünftes Gebot: Schaue auf das Machbare und bleibe dir treu!

Sechstes Gebot: Formuliere positiv und motivierend!

Siebtes Gebot: Sorge für Prüf- und Messbarkeit!

Achtes Gebot: Plane konkret und genau!

Neuntes Gebot: Denke groß!

Zehntes Gebot: Habe ein klares Bild!

Zehn oder zwölf große Ziele sind zu viel – zwei bis drei gerade richtig.

Genauso wie bei Motivation, ist auch bei der Bestimmung der Ziele grundsätzliches Nachdenken und Trainieren wichtig. Für Ihre Zielsetzung kann folgende Übung interessant sein:

ÜBUNG : Wesentliche Ziele

Einmal angenommen, Sie gehen zum Arzt und bekommen eine überraschende Prognose: Sie haben nur noch drei Jahre zu leben! Welche Ziele würden Sie sich setzen und was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Sie heute in drei Jahren sterben müssten? Schreiben Sie Ihre persönliche Antwort in Ihr Notizbuch oder auf das Übungsblatt von meiner Webseite. Bitte lesen Sie den folgenden Absatz erst, wenn Sie Ihre Antwort notiert haben.

Haben Sie alles notiert, was Ihnen wichtig ist? Dann verschärft sich die Prognose jetzt: Sie haben nur noch drei Monate zu leben. Welche Ziele würden Sie sich setzen und was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Sie heute in drei Monaten sterben müssten? Schreiben Sie Ihre persönliche Antwort in Ihr Notizbuch oder auf das nächste Übungsblatt von meiner Webseite. Bitte lesen Sie auch den folgenden Absatz erst, wenn Sie Ihre Antwort notiert haben.

Damit noch nicht genug. Die Prognose wird noch einmal korrigiert und ist jetzt noch drastischer: Sie haben nur noch drei Tage zu leben.

Welche Ziele würden Sie sich noch setzen und was würden Sie noch tun, wenn Sie wüssten, dass Sie heute in drei Tagen sterben müssten? Schreiben Sie Ihre persönliche Antwort noch einmal in Ihr Notizbuch oder auf ein weiteres Übungsblatt von meiner Webseite.

Tipps und Hinweise zur Übung: Wenn Ihnen die Vorstellung einer ärztlichen Prognose unangenehm ist, können Sie sich auch eine Wahrsagerin, einen Astrologen oder ein Geistwesen vorstellen, um die Voraussage zu erhalten. Wichtig ist allein, dass Sie sich vorstellen, Sie hätten nur noch drei Jahre bzw. drei Monate oder drei Tage zu leben!

Mission Statement aufschreiben!

Die Mission ist das, was aus der Seele kommt und Ihre konkreten Ziele mit Ihrer Vision auf ganz natürliche Weise verknüpft. Mit Ihrer Mission hinterlassen Sie Spuren in der Welt. Eines haben Ziele, Mission und Vision gemeinsam: Sie wirken ganz besonders kraftvoll auf unser Unterbewusstsein, wenn wir sie aufschreiben. Und genau wie bei den Zielen sollten Sie bei der schriftlichen Formulierung Ihres Mission Statement ein paar handwerkliche Regeln beachten. Eine unklar formulierte Mission hat nämlich keine Kraft. Einige Leserinnen und Leser haben in der Vergangenheit wahrscheinlich schon einmal für ihr Unternehmen ein Mission Statement entwickelt. Entweder alleine oder mit einem Berater in einem Workshop. Manchmal sind die Ergebnisse enttäuschend. Die Mission ist gut gemeint, aber zu kompliziert und zu ungenau in der Aussage.

Beachten Sie bei einem Mission Statement – egal, ob für Sie persönlich oder für Ihr Unternehmen – zunächst die folgenden drei Grundregeln:

  1. Nicht mehr als zwei Sätze schreiben.
  2. Einfach formulieren – auch ein Zwölfjähriger soll es verstehen.
  3. Für Wiederholbarkeit in jeder Lage sorgen.

Manche Mission macht zwar Sinn, ist aber viel zu lang und zu kompliziert. Weniger ist mehr! Das gilt auch für die Formulierungen. »Getretener Quark wird breit, nicht stark«, sagte schon Goethe. Im Business neigt man manchmal dazu, sich durch gewählte Formulierungen mehr Glanz verschaffen zu wollen. Das geht oft auf Kosten der Klarheit und damit der Kraft der Aussage.



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