Werte im Unternehmen: Mehr als Imagepflege?

Werte sind nicht gleich Werte. Sie werden unterschiedlich verstanden. Werte als Grundlage modernen Managements und erfolgreicher Führung? Unsere Erfahrung zeigt: Werteorientierung erhöht in der Regel die Wertschöpfung. Wertegemeinschaften sind daher immer auch starke Leistungsgemeinschaften. Das erkennen auch immer mehr Unternehmen. Insofern lautet meine Antwort eindeutig „Ja“ – auch wenn natürlich in Sachen Werteorientierung noch viel zu tun bleibt. Um welche Werte geht es bei dieser Frage eigentlich? Wir haben Kernwerte mit Führungskräften aus unterschiedlichen Branchen in zahlreichen Diskussionsrunden und auf Werteforen definiert und geschärft, neu gefasst und wieder überarbeitet. Dabei haben sich sechs Werte als besonders relevant herausgestellt: Nachhaltigkeit, Integrität, Vertrauen, Verantwortung, Mut und Respekt. Wie können es Unternehmen schaffen, dass bestimmte Werte in einem Unternehmen etabliert werden? Werte können am wirkungsvollsten du
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Pro&Contra Grundeinkommen, gerecht ungerecht?

Monatlich und netto aufs eigene Konto? Maria Henk und Jan Thomas Otte haben unterschiedliche Personen dazu befragt. Henning Marder (links im Bild) ist selbstständiger Zimmermann. Er liebt seinen Job – und ist trotzdem für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Wolfgang Meyer ist Professor am Institut für Sozialpolitik der Universität Hannover. Er ist gegen ein Grundeinkommen. Marder: Was bedeutet Arbeit für Sie? Meyer: Arbeit sehe ich im ökonomischen Sinne als Arbeitskraft. Marder: Klar ist sie das im ökonomischen Sinne. Ich verbinde mit Arbeit aber vielmehr Spaß, Sinn und Ergebnis. Viele Menschen in Deutschland sehen das ähnlich. Sie arbeiten ehrenamtlich, übernehmen die Pflege von Familienangehörigen oder betreuen Kinder. Geld kriegen sie dafür meist nicht. Ein Grundeinkommen würde den Wert ihrer Arbeit mehr schätzen. Meyer: Und wie hoch soll dieses Einkommen sein? Marder: Möglich wären 1.875 Euro. Meyer: 1.875 Euro? Solche Größenordnungen sind ab
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Kinder: Küche und Karriere. Geht, geht nicht?

Häufig stehen diese mitten im Berufsleben. Christine Burghardt engagiert sich ehrenamtlich. Sie drückt auf den Klingelknopf bei Familie Hansen, im Stadtteil Köln-Müngerdsorf. Die 60jährige geht die Treppen des Reihenhauses hoch. Wohin genau, weiß sie nicht – nur, dass ein Baby geboren wurde. Das Besondere am KiWi-Projekt ist, dass die Begrüßungsbesuche von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgeführt werde. Ihre Aufgabe: „Familien beglückwünschen, Informationen bringen, aus denen ersichtlich ist, welche Angebote es für Familien gibt“, sagt Tina Herzberg, Koordinatorin des KiWi-Projekts vom Jugendamt der Stadt Köln. So wünscht es sich die Stadt. Ein Jahr wurde geplant und ausgebildet. Nun will sie den Eltern Mut machen, den Babys „so richtig willkommen sagen“, sagt Burghardt. Angekommen folgt ein nettes Händeschütteln – und die Frage, wie es dem Kleinen geht. Ole ist schon 8 Wochen alt, schmiegt sich an die Schul
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Show-Room: Clouds, Pads und Schiefertafel

Entwicklungen werden schneller, Märkte dynamischer, Strukturen komplexer und die Menschen in dieser Arbeitswelt immer mobiler. Die großen Technologiekonzerne und Computerhersteller verdienem an diesem Trend prächtig mit. Zum Beispiel das Blackberry oder I-Pad des Arbeitgebers rund um die Uhr zu nutzen. Mit Cloud-Computing und Co. Alles nur digitaler Wahnsinn oder Zukunft? Die Art und Weise, wie wir Geschäfte tätigen, wird sich verändern. Sie haben es schon. Wir haben mit dem Deutschland-Chef von Hewlett Packard gesprochen. Manche prophezeien eine Internet-Revolution. Doch das Internet gehört längst zum Alltag… In Europa werden schon jetzt 25 Prozent aller Einkäufe online erledigt und 80 Prozent aller Versicherungen nicht mehr über eine Agentur, sondern über das Internet per Preisvergleich abgeschlossen. Das stellt alte Geschäftsmodelle auf den Kopf und lässt völlig neue entstehen. Deshalb werden sich viele Unternehmen verändern müssen, denn der
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Persönlichkeit: Mutige Manager braucht das Land

Was hat ein Mönch wie Dr. Abt Notker Wolf auf einem Symposium für Wirtschaftseliten zu sagen? Einiges, denn Management-Kompetenz wird bisher meist noch systematisch vermittelt. Leadership-Eigenschaften sind das Resultat aus Anlage, Erziehung, Erfahrung und Selbstreflexion. Von Johannes Czwalina und Clemens Brandstetter… Politiker denken oft kurzfristig und haben nicht den Mut, der ökonomisch praktizierten Realität entgegenzutreten, weil sie sich Sympathien nicht verderben möchten. Sie brauchen Widerstand von der Basis und permanente Unterstützung auf dem Weg zu einer gelebten Nachhaltigkeit. Wirtschaftvertreter fühlen sich sehr stark von der ökonomisch praktizierten Realität abhängig. Sie fragen immer als erstes nach der Finanzierbarkeit nachhaltiger Ideen. Großkonzerne handeln nur geldgesteuert und machen sich immer abhängiger von den Gewinnforderungen ihrer Aktionäre. Überzeugungsarbeit bei Aktionären und den Geschäftsführungen ist gefordert
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